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Atatűrks zweite Beerdigung



In diesen Tagen wird Mustafa Kemal, genannt Atatűrk – Vater der Tűrken – zum zweiten Mal beerdigt. Vielleicht endgűltig. Niemand merkt es, und niemand – ein paar tűrkische Kemalisten ausgenommen – erregt sich darűber. Die Fundamentalisten jubeln im stillen Kämmerlein; auch das merkt niemand.

Ein geräuschloser Erdrutsch, der sich da vor allen Augen vollzieht, gespenstisch. Siebzig Millionen, die von Europa wegdriften Richtung Orient, auf möglicherweise nie wiedersehen.

Kann das wirklich sein?

Es kann. Der Steuermann, dem ein grosses Land folgt, heisst Fethullah Gűlen, lebt in den USA, ist aber im Ausland kaum bekannt. Der 68 Jahre alte, angeblich kranke Prediger ist der Nachfolger von Bediüz-zaman Said-i Kurdi, dem Grűnder der Nur (Licht)-Bewegung, der den Laizismus des Staatsgrűnders Atatűrk von 1926 bis 1960 mit List und Ausdauer bekämpfte.

Während Said-i Nursi, wie er später genannt wurde, einen auf dem Sufismus grűndenden orthodoxen Islam predigte, fand Gűlen eine neuartige Formel, die den Glauben mit wohldosierter Modernität und ökumenischen Aspekten verbindet. Seine neue Formel, sein Charisma als flammender Prediger und seine Geschäftstűchtigkeit haben die Nur-Bewegung zur stärksten und einflussreichsten islamischen Gemeinschaft in der Tűrkei gemacht. Die Nur-Bewegung ist ein Cemat, ein religiöser Orden.

Gűlen predigt die Vereinbarkeit von Glauben, Wissenschaft und moderner Wirtschaft. Er erklärt, dass die Wissenschaft die Richtigkeit der Religion beweise, und dass im Gegensinn die Wissenschaft durch den Glauben gestärkt werde.

Ein moderner Tűrke

Ein moderner Tűrke gemäss Gűlen kann also gläubiger Moslem, Forscher und Unternehmer zugleich sein. Mit diesem Ansatz hat Gűlen die Frommen aus dem Dunkel der Moscheen und Koranschulen herausgeholt und sie in die Welt der Computer, Banken und des Internets integriert. Eine ganze Generation junger Unternehmer aus Anatolien, die sogenannten anatolischen Tiger, hat Gűlens Konzept verwirklicht und damit wesentlich zum Aufschwung der Tűrkei in den letzten Jahren beigetragen. Sie sind fromm, sprechen fremde Sprachen, haben im Ausland studiert, denken und handeln global.

Endlich, freut sich der arglose Beobachter, endlich hat ein einflussreicher Prediger einen moderaten Islam fűr das 21. Jahrhunderts definiert, den ein ganzes Land űbernehmen kann. Endlich gibt es ein Vorbild der Modernisierung, dem die anderen islamischen Völker, die noch in mittelalterlicher Finsternis verharren, folgen könnten. Vom amerikanischen Botschafter in der Tűrkei bis zu den ausländischen Pressekorrespondenten in Ankara preisen alle fremden Beobachter den neuen toleranten, integrationsbereiten und total ungefährlichen Islam.

In der Tat, das tűrkische Beispiel wird zur Zeit sogar in der arabischen Welt mit Interesse, Faszination oder Schauder beobachtet, je nach Standpunkt des Betrachters.

Doch das schöne Bild trűgt

Um Gűlens Sekte einschätzen zu können, muss man zunächst ihre Machtbasis betrachten. Gűlen selbst hat dutzende von Bűchern und hunderte von Videokassetten verfasst, die im Fernsehen gesendet wurden. Seinen Getreuen, den Fethullahcilar, gehören mehrere Zeitungen, darunter Zaman, Vatan, Bugun, Fountain, Yeni Ümit, Sızıntı, und Yağmur, sowie der Fernsehsender Samanyolu und die Hörfunkstation Burc. Gűlens Bűcher sind in ein halbes Dutzend Sprachen űbersetzt worden. Er hat Verlage, Zeitschriften und mehrere Stiftungen gegrűndet, darunter sogar eine Stiftung fűr Journalisten und Publizisten. Űber sein gesamtes Imperium und seine Millionen Gefolgsleute herrscht er allerdings undemokratisch, nämlich mit absoluter Gewalt.

Er hat űber 200 Schulen und Universitäten in der Tűrkei und in rund hundert anderen Ländern gegrűndet, in denen junge Moslems gern gemeinsam mit Schűlern anderer Konfessionen, oft Ausländern, erzogen werden, angeblich in der Absicht, unter den Nicht-Moslems spätere Sympathisanten heranzuziehen.

Dank zahlreicher Schulen und einer besonderen zinsfreien Entwicklungsbank Asya Finans, versucht Gűlen, in den turksprachigen Ländern Zentralasiens die Tűrkei als ein Entwicklungsmodell und den vergleichsweise moderaten anatolischen Islam als Alternative zum arabischen Islam zu empfehlen.

Die rund einhundert Schulen der Gűlen-Gemeinschaft in der Tűrkei lehren das staatliche Curriculum, sind aber besser ausgestattet, weisen besser ausgebildete Lehrer auf und sind daher unter den Wohlhabenden besonders beliebt.

Gűlen zählt fűnf bis sechs Millionen Anhänger in der Tűrkei. Sein Wirtschaftsimperium setzt angeblich Milliarden Dollar im In- und Ausland um. Unter den Abgeordneten der Regierungspartei der Tűrkei sollen dreissig Anhänger des hocaefendi, des „verehrten Lehrers“ sein. Fethullah Gűlen gilt als einer der reichsten Tűrken.

Dass diese machtvolle Maschine nur existiert, um brave, tűchtige Moslems heranzubilden und eine Fusion von tűrkischer Lebensart und anatolischer Religion weltweit zu verbreiten, hat Fethullah Gűlen selbst dementiert.

Verräterische Predigten

Im Jahre 1999 wurde eine Reihe seiner Predigten im Fernsehen gesendet, in denen er seinen Gefolgsleuten erstmals reinen Wein einschenkte. Ziel seiner Bewegung sei es, die Tűrkei in einen islamischen Staat zu verwandeln, der unter dem islamischen Recht der Scharia steht. Um dies zu erreichen, verlangte er von seinen Jűngern folgendes:

Ihr műsst Euch in den Arterien des Systems bewegen, ohne dass Euch jemand bemerkt, bis Ihr alle Machtzentren erreicht habt... Wenn Ihr etwas űberstűrzt, dann wird die Welt uns die Schädel einschlagen, und die Moslems werden űberall leiden, so wie es bei den Tragödien in Algerien und (1982) in Syrien geschah.

Ihr műsst warten, bis ihr die Staatsgewalt voll űbernommen habt, und bis ihr alle verfassungsmässigen Kräfte der Tűrkei auf Eure Seite gebracht habt.

Ich verlasse mich auf Eure Loyalität, mit der Ihr das Geheimnis bewahrt. Ich weiss, wenn Ihr von hier fortgeht, műsst Ihr die Gedanken und Gefűhle, die hier ausgedrűckt wurden, beseitigen, so wie ihr die leeren Fruchtsaftkartons wegwerft.

In einer anderen Predigt sagte Gűlen:

Derzeit herrscht ein schmerzlicher Frűhling, in dem wir leben. Eine Nation wird wiedergeboren, eine, die mit Allahs Willen Jahrhunderte lang leben wird. Sie wird geboren mit ihrer eigenen Kultur und ihrer eigenen Zivilisation. Natűrlich werden wir Schmerz erleiden. Es wird nicht einfach sein fűr eine Nation, die den Atheismus akzeptiert hat, die den Materialismus akzeptiert hat, eine Nation, die daran gewöhnt ist, vor sich selbst davon zu laufen...aber es ist all unser Leiden und die Opfer wert.

Als die explosiven Predigten im Fernsehen gesendet wurden, hattte Gűlen mit amerikanischer Hilfe bereits das Land verlassen und lebt seither in Pennsylvania. Er hat gute Beziehungen zu Washington, denn seine Sekte war durch ihre vielfältigen Aktivitäten in den zentralasiatischen Turkstaaten ein wichtiger Verbűndeter der US-Geheimdienste während des kalten Krieges.

Ein Jahr nach der Sendung seiner Predigten wurde er in der Tűrkei in Abwesenheit des Umsturzversuchs und der Grűndung einer illegalen Organisation angeklagt, die die Tűrkei in einen islamistischen Staat verwandeln wollte. Später wurde der Prozess verschoben, und 2006 änderte die Regierung der islamischen AK-Partei die Terrorgesetze mit dem Ergebnis, dass Fethullah Gűlen freigesprochen wurde.

Der leise Kampf der Da'was

Im Verlauf der Jahre wurde also klar, dass Gűlens Sekte eine Da’wa ist, nämlich ein Orden, der die islamische Weltherrschaft auf sanfte, wenig auffällige Weise anstrebt, ein Jihad im Samthandschuh, wie Paul Stenhouse es formulierte. Woran Gűlen mit vollem Einsatz arbeitet, ist die Schaffung eines grossen Turkreiches von Thrakien bis nach Sinkiang, geeint durch seinen anatolischen Islam und, wie Spötter meinen, mit ihm als Kalifen.

Eine Da'wa entspricht ungefähr der Institution der Propaganda Fide in Rom. Da’was gibt es seit den zwanziger Jahren in mehreren Ländern. Sie geben der Ansicht Ausdruck, dass der Sieg des Islam nicht allein mit Gewalt erreicht werden kann, sondern dass stille Missions- und Unterminierungsarbeit erforderlich ist, vor allem in der christlichen Sphäre, da das Christentum ja schwach und daher reif sei fűr die Űbernahme durch den Islam als dem entscheidenden Schritt zur Weltherrschaft des mohammedanischen Glaubens. Said-i-Nursi drűckte diese Űberzeugung vor etlichen Jahren poetisch aus, als er meinte, der Westen warte auf den Islam.

Damit wird auch verständlich, warum Fethullah Gűlen die Beműhungen der Regierung um einen Beitritt zur Europäischen Union voll unterstűtzt (oder vielleicht sogar initiiert hat). Der Beitritt wűrde dem Islam Tűr und Tor fűr Missionierung im Kernland der Christen öffnen. Ob man sich in Brűssel der religiösen Wurzeln der tűrkischen EU-Begeisterung bewusst ist?

Eine weitere islamische Sufi-Da’wa ist von grosser politischer Bedeutung in der Tűrkei, die Nakshibendi. Diese aus dem 12. Jahrhundert stammende Bewegung hat nicht nur den grossen Said-i-Nursi, sondern auch viele heute wichtige Politiker hervorgebracht, darunter Staatspräsident Abdullah Gűl, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, ex-Parlamentssprecher Bűlent Arinc und zahlreiche andere. Auch der frűhere Präsident Turgut Özal war Eleve der Nakshibendi, wie auch der ehemalige islamistische Premier Necmettin Erbakan, der Grűnder der in Deutschland verbotenen Milli Görűs (Nationale Vision)-Bewegung.

Es ist nicht zu űbersehen, dass die gegenwärtige Regierung der Tűrkei tiefe Wurzeln in verschiedenen Da’was hat. Sie agiert in deren Sinne, so als ob Fethullah Gűlen im fernen Pennsylvania Marionetten tanzen liesse. Jede Woche illustrieren neue Nachrichten den schrittweisen Umbau der Tűrkei in einen religiös dominierten Staat.

Kritische Presse

  • Da heisst es beispielsweise, dass 44 Prozent des staatlichen Schuletats an die wenigen Imam-Hatip-Schulen, die religiösen Imam-Seminare, verteilt werde, die nicht wissen, wohin mit dem vielen Geld, während es den staatlichen Schulen an Brennmaterial gegen die Winterkälte mangelt, wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet.

  • An einem anderen Tag wird bemängelt, dass die AKP-Regierung die verfassunggebende Kommission abschottet und die neue Verfassung nicht zur Diskussion stellen will. Die Zeitung Gűnes behauptet, der Vorsitzende der Kommission und Berater des Premierministers gehöre zu den Männern in der Kommission, die einer Frau nicht die Hand geben, weil das eine Sűnde sei.

  • Dann wieder heisst es, die Regierung wolle das Kurdenproblem mit religiöser Űberzeugungsarbeit im Rahmen der moslemischen Brűderlichkeit lösen, den Kurden also die Freiheit geben, den Koran auf kurdisch zu lesen.

  • Eine neue Initiative des Ministerpräsidenten Erdogan, einen Fernsehsender zu starten, der in arabisch, persisch und — man staune – kurdisch senden soll, wurde direkt bei Fethullah Gűlen in Auftrag gegeben, meldet die ihm nahestehende Zeitung Bugun. Aufgabe des Senders sei es, den Nachbarländern die Bedeutung der regionalen Fűhrungsmacht Tűrkei nahe zu bringen.

  • Premier Erdogans Schwiegersohn ist der Chef der Calik Holding, einer regierungsnahen Finanzgruppe, die kűrzlich die zweitgrösste tűrkische Mediengruppe Sabah/ATV kaufte, zu der die in Izmir erscheinende Zeitung Yeni Asir gehört. Nach dem Verkauf verschwand das Atatűrk-Logo vom Titel der Zeitung, den es viele Jahre geziert hatte. Als die regierungskritische Hűrriyet darűber berichtete, gab es einen Skandal, und das Logo erschien nach wenigen Tagen wieder am alten Platz.

  • Omar Sener, der Mufti von Mudumu in Bolu erklärte in einer Freitagspredigt, dass ein Handkuss bei einer Person, die mit dem Kűssenden verheiratet werden könnte, eine Sűnde sei, denn diese Geste könnte bereits Eheschliessung bedeuten. Der Prophet hätte nie eine Hand gekűsst, erläuterte er. Ein zufällig anwesender, kemalistischer Abgeordneter erstattete Strafanzeige gegen den Mufti.

  • Die laizistische Tageszeitung Cumhuriyet berichtete am 18. Dezember űber die schnelle Ausbreitung eines islamistischen Lebensstils in der Tűrkei durch islamistische Feriendörfer, nach Geschlechtern getrennte Hotels, islamistische Mode und Spielzeug, islamische Autos (mit Kompass, der die Richtung nach Mekka anzeigt), nach Geschlecht getrennte Autobusse, Alkoholverbot und Gebetsräume in Flughäfen, und schliesslich neue Wohnprojekte im islamischen Lebensstil. Cemal Gokce, ein hoher Funktionär der Tűrkischen Kammer der Bauingenieure kommentierte, dass die Regierung die Islamisierung guter Wohnviertel durch arabisches Kapital als willkommene Auslandsinvestitionen deklariere.

  • Nachdem der neue Präsident des Amtes fűr Höhere Bildung, Professor Yusuf Ziya Ozcan, erklärt hatte, dass Urteile des Höchsten Gerichts hinsichtlich des Kopftuchverbots an Universitäten nicht unbedingt befolgt werden műssten, sieht man mehr und mehr Kopftuchträgerinnen an der Cukurova-Universität. Mehrere Mitglieder des Lehrkörpers warnten, dies bedeute Gesetzesbruch, wie Cumhuriyet berichtete.

  • Anfang Januar 2008 erlaubte die Regierung den Auslandstűrken die Briefwahl. Da die Mehrheit der 4,8 Millionen Auslandstűrken fromme, konservative Moslems aus dem Osten Anatoliens sind, rechnet man in Ankara mit einem starken Stimmenzuwachs fűr die regierende AK-Partei.

    Eine neue Verfassung

    Noch besitzt die Tűrkei eine freie und mutige Presse. Noch gibt es Zeitgenossen, die sich nicht scheuen, ihre Meinung offen zu sagen. Man muss hoffen, dass die neue Verfassung solche bűrgerlichen Rechte beibehalten wird.

    Man sollte aber nicht vergessen, dass die heutige islamische Regierung in freier und geheimer Wahl von den Tűrken im Amt bestätigt wurde. Wenn also die Tűrkei in Richtung Orient abdriftet, sich dem Iran und den arabischen Staaten nähert, dann muss man das als eine freie Entscheidung akzeptieren. Vielleicht ist die Epoche der laizistischen Tűrkei Atatűrks endgűltig vorbei. Demokratie gilt auch, wenn es dem Westen nicht passt.

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    —— Ihsan Al-Tawil
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    "Turkish Columnist: Will Erdogan [Or Fethullah] Become The ‘Caliph’ That The U.S. Wants?

    Guler Komurcu of the mainstream daily Aksam wrote in her column that when U.S. President George W. Bush visited Istanbul in June 2004 he had told PM Erdogan, “If I were you, I’d live in Dolmabahce [Ottoman palace]. Four years later, PM Erdogan made his office there. Now he plans to move the headquarters of major public institutions to Istanbul. He wants to move the capital of the Republic in Ankara, and put it in Istanbul, the Ottoman capital. Then will come the turn of establishing the ‘Caliphate’ to complete Uncle Sam’s enlarged Middle East project and secure its control over the Islamic world.

    Fethullah Gulen and the AKP are the contractors of this ‘Moderate Islam’ project of America. The masters in Washington want to benefit from Turkey’s historical heritage and re-create the Ottoman model’s modern version in a ‘New Ottoman Model’ of ‘Moderate Islam’, centered in Istanbul. The nucleus of this model will be the institution of Caliphate, or ‘Supreme Council of Islam’, that will set the tone and rule the entire Islamic world.

    Komurcu says that soon there will be 'new [tailored] findings’ that will surface in the way of old letters, to show that the founder of modern Turkey Ataturk was not against the institution of Caliphate [that he eliminated], but he in fact endorsed it. She writes that with the New Ottoman Project and a Caliph appointed, the Islamic world could be ruled from Istanbul, those in Washington think.

    Source: Aksam, Turkey, January 17, 2008" —————————————————————————————————————— "Top Prosecutor’s Office Objects To Acquittal Of Islamist Leader Fethullah Gulen

    The office of the Chief Prosecutor of the Turkish Supreme Court of Appeals [Yargitay] disputed on Monday the Islamist sect leader Fethullah Gulen’s acquittal by a lower court, which was endorsed by appeals court on March 7, 2008. Yargitay Executive Board will now investigate the dates and the nature of the case once again an make the final ruling.

    The controversial Islamist leader Fethullah Gulen who has been living in the U.S. since he left Turkey in 1999, was charged in 2000 for forming an illegal terrorist organization whose aim was to dismantle the secular state. The prosecutor's office of the Supreme Court of Appeals argued that while Fethullah Gulen faced charges [under anti-terrorism law] of forming a terrorist group to subvert the state and establish Sharia, he should have faced charges [under Turkey’s penal code] of forming and leading an organization that aimed to topple the state.The chief prosecutor’s office in its objection states that what Gulen has formed is not an armed terrorist organization, but a ‘Sharia Gang’ that aims to install a fundamentalist Islamist regime in Turkey, as evidenced by many of his –overt and covert - speeches, sermons and writings.

    Gulen is known to have organized his network both in Turkey and abroad, and owns thousands of hostels, dorms, schools, universities, financial institutions, dozens of media organs, large corporations and small businesses. The prosecutor pointed to the organization’s “Isikevi” [light houses] as centers used for organizing anti-State Islamist activities and for recruitment of teenagers.

    However, the prosecutor’s appeal also says that the case opened in 2000 against Fethullah Gulen should be dropped now due to statute of limitation – but without his acquittal.

    This might open the way for Gulen to face different charges in the future.

    Source: Hurriyet, Vatan, Cumhuriyet, Turkey, April 7-8, 2008" ————————————————————————————————————— "Islamist Columnist Echoes PM Erdogan: Population Control Is Genocide

    Following PM Erdogan’s repeated calls for Turkish women to give birth to more children, columnist Mevlut Ozcan of the Islamist Turkish daily Milli Gazete wrote that Muslim population is targeted by Christians and Jews who organize various conferences in Islamic countries to weaken the Muslims.

    He wrote, “The U.S., Russia, Israel, Britain and India have united in their hostility towards the Islamic world. One of their methods is promoting population planning, which means genocide, which means an undeclared war.

    "Muslims’ strongest response is to make more children. If 15 million Turkish families decide to have a child now, the first cries of 15 million new babies next year will be the ‘victory march’ sung against Islam’s enemies. “A woman should give birth as many times as she can. Birth control is the problem of the Western woman. Muslim women don’t have such a problem. Women who give birth frequently become healthier, stay young and their nervous system are strong. They are happier, optimistic and at peace. I am inviting 15 million Turkish families to try and make a baby in the year ahead. Allah will grant us and our country his awards because of this initiative.”

    Source: Milli Gazete, Turkey, April 4, 2008"

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    —— Adapted by MEMRI